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Das Ziel dieses Vereins war nicht das Fechten mit Waffen sondern das “erfechten” von Geldspenden für Bedürftige in Sachsen. Die “Sächsiche Fechtschule” wurde am 01.10.1881 als Nachfoger des Sparvereins “Fortuna” in Dresden gegründet. Ein Beitritt zur Reichsfechtschule wurde mit der Begründung “da geht das gesammelte Geld nach Preußen” abgelehnt. Ab 1884 erscheint die Sächsische Fechtzeitung sie betreibt Werbung in eigener Sache. 1885 bestanden bereits 59 Verbände mit ca. 36.000 Mitgliedern. 1887 erscheint der 1.Fechtkalender. Auf der Landeshauptversammlung am 12.06.1898 in Zschopau wird die entgültige Rangordnung beschlossen, es wird unterschieden in Fechtschüler (Mitglied), Fechtmeister, Oberfechtmeister, Ehren-Oberfechtmeister, Verbands-Ehrenmitglied sowie Landes-Ehrenmitglied. Nach “erfechten” der jeweiligen Stufe durfte das entsprechende Abzeichen käuflich erworben werden. Im Jahr 1889 konnte Kronprinz Friedrich August III als Protektor gewonnen werden. 1893 umfasste die “Sächs.Fechtschule” 83 Verbände. Zum 25.Jahrestag der Gründung im Jahr 1906 wurde eine Jubiläums-Lotterie veranstaltet, welche einen Reingewinn von 6.172 Mark einbrachte. Auf der Landesversammlung 1919 in Chemnitz erfolgte die Umbenennung der Verbände in (Zweig) Vereine. Im Jahr 1920 wurde die 1.Geldlotterie veranstaltet, es wurden 150.000 Lose zu 3,60 Mark verkauft, der Gewinn betrug 125.000 Mark. Weitere Lotterien fanden 1924 (Verlust 2.000 M), 1927 (Gewinn 15.000 M), 1931 (Gewinn 22.000 M) statt. Auf der Landesversammlung 1920 in Meißen wurde beschlossen ein Kindererhohlungsheim zu gründen, nach eingehender Prüfung wurde in Sohland a.Spree das Henselsche Grundstück zum Preis von 95.000 M erworben. Nachdem die Umbauarbeiten und die Ausstattung für weitere 75.000 M abgeschlossen waren, konnte das Heim am 03.07.1921 im Beisein der ersten 30 Kinder feierlich übergeben werden. Da das Heim den wachsenden Anforderungen nicht mehr genügte wurde am 04.07.1926 ein Erweiterungsbau eingeweiht. Die neuen Waschräume, Dusch-und Wannenbäder für die Kinder entsprachen dem damaligen gehobenen Anspruch und waren vorbildlich. Auf der Wiese ist ausreichend Platz für Planschbecken, Spielplatz und Turngeräte. Obst und Gemüse werden im eigenen Garten angebaut. Im Jahr 1931 bestehen 86 Zweigvereine mit ca.35.000 Mitgliedern, seit der Gründung wurden ca. 2.500.000 Mark “erfochten”, damit konnten ca. 200.000 Familien in Sachsen eine Unterstützung erhalten. Im August 1933 erfolgte die Gleichschaltung und die Zwangseingliederung in die “Deutsche Krieger-Fechtanstalt” im “Deutschen Reichskriegerbund Kyffhäuser”. Später in das “Amt für Volkswohlfahrt” eingegliedert, war er der NSDAP unterstellt. Nach 1945 wurde die “Sächsische Fechtschule” ebenso wie der SMVB von den Siegermächten als “NS-Organisationen” verboten.
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Gründer: Leberecht Schmidt
1.Vorsteher: August Berge
Quelle: Festschrift 1931
Mit den Fechtkarten (Mitgliedskarten) wurden den Spendern ihre Beträge quittiert. Eine “Fechtschule” umfasste 10 Karten
Die Ehrenzeichen (nach 1920 ohne Krone) wurden an der Uhrkette getragen. Links = Fechtschüler (Mitglied) Mitte = Vereins-Ehrenmitglied Rechts = Ehren-Oberfechtmeister Für welche “erfochtenen” Geldbeträge die einzelnen Stufen verliehen wurden konnte nicht zweifelsfrei ermittelt werden. Das Abzeichen für Mitglieder der Vereinsvorstände (Vorsteher, Kassierer, Schriftführer) war ein emailiertes Steckabzeichen an welchem unten die Funktionsbezeichnung als Schriftband angelötet wurde (Durchm.38mm).